Aufmerksame Skipper werden bemerkt haben, dass es an und auf der Lahn wenig oder keine Stockenten, Blässhühner, Teichhühner, Hauben- und Zwergtaucher zu sehen gibt als noch in früheren Jahren. Dabei ist die Lahn ein Paradies für alle Tiere.
Woran mag das liegen?
Eine Ursache dürften die Nilgänse und Kanadagänse sein, die "ihr Revier" gegen jede andere Art verteitigen. Mit sechs bis zwölf Nachkommen je Gelege, haben sich vor allem die Nilgänse extrem vermehrt. Und das zweimal im Jahr. Oft beobachtet wurde schon, dass Nilgänse den Nachwuchs anderer Wasservögel sogar töten.
Eine gleichgroße Gefahr für kleinere Wasservögel sind Welse, die man vor Jahren als "Angelgut" in die Lahn eingesetzt hat und sich seither stark vermehrt haben. Es gibt Exemplare mit bis zu zwei und mehr Metern und einem permanenten Appetit. Enten und andere kleinere Wasservögel werden einfach verschlungen, verschwinden in deren großem Maul. Wir selbst haben schon gesehen, wie ein Wels einen ausgewachsenen Schwan unter Wasser gezogen hat.
Noch eine Ursache können Füchse, Marder und Waschbären sein, die gezielt die Gelege der kleineren Wasservögel ausrauben und so Nachwuchs verhindern. An Gelege von Schwänen und Gänsen trauen sich diese Räuber nur selten.
Deshalb ist es denkbar, dass die schlauen Enten und anderes Wassergeflügel in ruhigere und sichere Gewässer abgewandert sind.
Wenn Sie ähnliche Beobachtungen gemacht haben, schreiben Sie eine Mail an info@prolahn.de Wir werden uns mit den Naturschutzverbänden in Verbindung setzen, um die Wasservögel wieder zurück an die Lahn zu bewegen.
Foto rechts oben:
Dieses Stockentpaar kam jeden Morgen zum Frühstück an Deck der VIVAYCITY