Die Lahn wird eingeteilt in die "Oberlahn" und die "Untere Lahn". Die Untere Lahn ist die schiffbare, für größere Schiffe einst kanalisierte Lahn von der Mündung in den Rhein bei Lahnstein, km 137,3 bis einschließlich Hafen Dehrn bei km 71.
Die Bezeichnung „Oberlahn“ hat nichts mit dem Oberlauf der Lahn (zwischen der Quelle und Cölbe) zu tun, sondern ist eine historische und amtlich festgelegte Bezeichnung mit Bezug auf den früh- bis hochmittelalterlichen „Oberlahngau“ (mit der „Hauptstadt“ Weilburg). Als „Oberlahn“ wird in Schifffahrtskreisen heute der noch im historischen Ausbauzustand befindliche teilausgebaute Lahn-Wasserstraßenabschnitt von Gießen bis zum Hafen Dehrn bezeichnet. Die Oberlahn ist wegen der zahlreichen Flachwasserbereichen nur mit flachgehenden Booten, wie z. B. Kanus, Paddel- und Ruderbooten, befahrbar. Die 11 Schleusen der Oberlahn werden von den Bootsfahrern selbst bedient. Interessant ist der historische Schifffahrtstunnel in Weilburg mit der anschließenden Doppel- oder auch Koppelschleuse zur Tal.
Flussabwärts ab Dehrn / Steeden schließt sich der voll ausgebaute Unterlauf der Lahn mit weiteren 12 Schleusen an, die von freundlichen Schleusenwärtern bedient werden.
Der Pegel Diez hat keine Bedeutung für Skipper beim Befahren der Unteren Lahn. Der Pegel Diez verunsichert schon seit Jahren die Schifffahrt. Revierunkundige Skipper müssen, bei angesagten 70 bis 100 cm, annehmen, dass zu Berg vor Diez Schluss ist und man bestenfalls nur bis Balduinstein fahren könne.
Das ist natürlich Unsinn!
Der "irreführende" Pegel liegt im Stromarm der Lahn, und bestimmt den Wasserstand im Bauhafen des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Diez. Für die vorbeifahrende Schifffahrt hat der Pegel keine Bedeutung! Der Pegel Diez sollte in den Nachrichten nur dann genannt werden, wenn bei einem Hochwasser für die Bürger in Diez wichtig.
Die von "elwis" herausgegebene jährliche Fehltiefenliste bezieht sich auf den niedrigstmöglichen Wasserstand (NNW) der Lahn. Die in der Liste bezeichneten Fehltiefen liegen meist links und rechts neben dem Hauptfahrwasser und behindern die Schifffahrt beim Normalwasserstand (1,80 m Kalkofen) nicht.
Die für Skipper einzig wichtigen Pegel sind Kalkofen und Leun. Beim Normalpegel Kalkofen von 180 cm wird vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt eine Mindestwassertiefe von 160 cm in der Fahrrinne von Lahnstein (km 137) bis Runkel Dehrn (km 70) vorgehalten. Bei Niedrigwasser im Rhein errechnet sich die Fahrwassertiefe von der Mündung bis zur Schleuse Lahnstein wie folgt. Beispiel Pegel Koblenz 80 cm, dann rechnen Sie plus 80 cm und erhaltenden Wassertiefe in der Fahrrinne, hier 160 cm.
Bei der vorgehaltenen Wassertiefe von mind. 160 cm können auch größere Schiffe die Lahn von Lahnstein bis zum Hafen Dehrn sicher befahren und die schöne Lahn genießen.